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"Wir brauchen den Nachwuchs"

 

 

Insgesamt 25 Kinder nahmen am Gerätehaus in Leer an der von der Feuerwehr gestalteten Ferienfreizeit im Rahmen des Ferienprogrammes der Stadt Horstmar teil. "Wir hatten noch weitere zehn auf der Warteliste, doch mehr ging wirklich nicht", schilderte Oberbrandmeister Michael Wallkötter das große Interesse der Sechs- bis Zwölfjährigen. Er hatte zusammen mit sechs Kameraden und drei Mitgliedern aus der Jugendfeuerwehr diesen Nachmittag vorbereitet. Die Gastgeber hatten sich viel Mühe gemacht. Jedes Kind erhielt ein Namensschildchen und ein exaktes Programm war ausgearbeitet worden.

Die kleinen Besucher erlebten einen Feuerwehrmann in voller Montur mit Atemgerät und Leinenbeutel. "Die Montur wiegt ja wohl eine Tonne", meinte Darius Homann. Ganz so schwer war sie wohl nicht, aber Feuerwehrmann Henning May musste bei hochsommerlichen Temperaturen ganz schön schwitzen. Er war selbst in den Einsatzanzug geschlüpft.

"Ich hatte früher einen riesigen Respekt vor diesen Feuerwehrmännern", bekannte Henning May. Man wolle den Kindern vermitteln, dass darin kein Ungeheuer stecke, sondern ein ganz normaler Mensch. Die Technik in den Fahrzeugen faszinierte den Nachwuchs. Ob Tanklöschfahrzeug, zwei Löschgruppenfahrzeuge oder das Mannschaftstransportfahrzeug, der Löschzug Leer hatte alles aufgeboten, was er besitzt. Gerne postierten sich die Kinder für ein Erinnerungsfoto vor diesen für den Einsatz der Wehr so wichtigen Fahrzeugen. Die Augen der Mädchen und Jungen strahlten, als sie sogar in dem "Löschgruppenfahrzeug 20" Platz nehmen durften. Die Gastgeber hatten für die Kinder eigens sechs Sitzschalen besorgt.

Die Fahrt mit Marcel Raus am Steuer führte durch das Dorf in Richtung Horstmar. Los ging es immer mit Blaulicht und Martinshorn. "Man saß ganz schön hoch", meinte der achtjährige Lukas Rekers, als er mit glühenden Wangen aus dem Fahrzeug ausstieg. Spielend wurde den Gästen vermittelt, wie ein Feuer bekämpft wird. Sie lernten den Unterschied zwischen einem B- und C-Schlauch kennen, der in der unterschiedlichen Größe des Durchmessers besteht. Zudem gehörten Ziel- und Löschübungen zum Programm. Sehr genau schauten die Kinder hin, als es um die Gerätekunde an einem Löschgruppenfahrzeug ging. Sie konnten nach vier Stunden die Funktionsweise eines Atemschutzgerätes erklären und einen Notruf absetzen mit den fünf W-Fragen.

Wer gut aufgepasst hatte, und das waren alle Kinder, wurde zum Schluss des ereignisreichen Nachmittags zum Mini-Feuerwehrmann befördert. Michael Wall­kötter überreichte sogar die entsprechenden Urkunden mit dem Stempelaufdruck: Ferienfreizeit 2019 Feuerwehr Horstmar.

Beobachter Wehrführer Frank Burrichter war beeindruckt von der Gestaltung des Nachmittags durch seine Feuerwehrkameraden. "Wir können die Kinder gar nicht früh genug an die Feuerwehr heranführen und Interesse wecken. Wir brauchen den Nachwuchs", sah er als positiven Effekt. Joel Füchter sorgte am Grill für eine entsprechende Stärkung.