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Kurt Rüße feiert 90. Geburtstag

 

 

Die Vollendung des 90. Lebensjahres feierte heute im Kreise seiner Familie der in der Kardinal-von-Galen-Str. 3 wohnhafte Kurt Rüße. Zu den Gratulanten gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert. Neben einem Blumenstrauß hatte er einen Gutschein des Dorfladens mitgebracht. Diesen wird der Altersjubilar gut gebrauchen können, er kauft dort, in dem sein Sohn Klaus Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, regelmäßig ein. Er ist im Dorfladen bekannt dafür, dass er im Kopf schon zusammengerechnet hat, was er bezahlen muss, und selbst der Nachlass von 30 % für einen der Artikel beachtet wurde. "!ch habe nichts außergewöhnliches gemacht, dass ich noch so fit bin" gibt der Jubilar in großer Runde bekannt.

Geboren und aufgewachsen ist er in Burgsteinfurt. Dort besuchte er die evangelische Volksschule, heute Bismarckschule. Nach acht Schuljahren erfolgte die Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notargehilfen im damaligen Büro "Bongen und Daldrop", heute "Daldrop und Partner", an der Wasserstraße in Burgsteinfurt. Tatkräftige Mithilfe bei der Beseitigung von Bombenschäden am Wohn- und Bürogebäude Bongen gehörten dazu. Hier zeigten sich wie auch später im Leben die elterlichen Gene: Vater war bis zur Rente Schlossergeselle bei Hagemann & Co in Burgsteinfurt, Mutter Hausfrau. Zum Elternhaus gehörte ein großes Grundstück, auf dem das Gemüse für die Familie angebaut wurde. Zwei Schweine sicherten die eigene Versorgung mit Fleisch und Wurst. Mithilfe im Garten war selbstverständlich.

Nach der Ausbildung arbeitete Kurt Rüße noch einige Jahre im Büro Bongen, bis ihn ein Freund auf eine Stellenausschreibung der damaligen Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) aufmerksam machte. Die VEW zahlten wesentlich besser als Rechtsanwälte. Also fiel es ihm leicht, sich dort zu bewerben. Bis zum Eintritt in das Rentenalter blieb er der VEW, später RWE, treu. Er war als Zählerableser eingesetzt. "Täglich achtzig Zähler in der Ortslage und 60 in den Bauerschaften war Vorgabe" weiß er zu berichten. Noch heute hält die Verbindung durch regelmäßige Treffen der Pensionärsvereinigung der VEW.

Aus der im Jahre 1951 geschlossenen Ehe mit Hildegard, geb. Kockmann aus Ochtrup-Langenhorst gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Sechs Enkelkinder und drei Urenkelkinder gehören heute zur Familie. Urenkel wohnen Garten an Garten mit dem Jubilar, der 1975 von Burgsteinfurt nach Leer gezogen ist. Hier hat er ein Eigenheim an der Kardinal-von-Galen-Straße nach den Plänen seiner Schwiegertochter Doris errichtet. Beim Bau des eigenen Hauses aber auch beim Wohnhaus seines Sohnes wurden viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht. Dann lief auch schon mal ab fünf Uhr die Mischmaschine, damit um acht Uhr beim Eintreffen des Fliesenlegers der Untergrund fertig verlegt war. Er vermisst die regelmäßigen Kegelabende. Der Kegelclub hat sich aufgelöst nachdem Walter Dapper, Bernhard Brüning und Heinz Hinkers verstorben waren. Zu seinen Hobbys gehörte die Gartenarbeit. Als die Enkel noch klein waren, hat er gebastelt: Vom Untergestell fürs Puppenhaus bis hin zum maßangefertigten Bettkasten unter einer Dachschräge in der Studentenwohnung. In der Erinnerung geblieben sind zahlreiche Urlaubsreisen zusammen mit seiner Frau, so etwa in die USA, die Schiffsreise nach St. Petersburg und ins westliche Mittelmeer oder die Radtour am Nord-Ostsee-Kanal.