Weihnachtsmarkt

Klein, aber oho und richtig schnuckelig – so präsentierte sich an zwei Tagen am Wochenende der Weihnachtsmarkt im Biergarten des Gasthofes Vissing/Wegmann. Die Weihnachtsbuden und Verkaufsstände sorgten bei weihnachtlicher Beleuchtung und dem Duft von Bratwurst, Glühwein und Punsch für die richtige Stimmung.
„Hier kriegt man kein Bein mehr an den Grund“, hieß es am Samstagabend. Der Grund hierfür war wohl der gute Ruf, den der Leerer Weihnachtsmarkt mittlerweile hat.
Zu den zahlreichen Besuchern gehörte auch eine 18-köpfige Gruppe des Burgsteinfurter Breitensports. „Der Termin in Leer gehört zu unserem Jahresprogramm. Wir kommen gerne, denn es ist immer eine ganz tolle persönliche und individuelle Atmosphäre“ begründete Claudia Rummeling den Fußmarsch der Gruppe nach Leer.
Der Stammtisch „Nats hats“ brachte die im Sauerland frisch geschlagenen Weihnachtsbäume bis zur Haustür und war am Samstagabend bereits ausverkauft. Mit ihren Blasinstrumenten kam die „Leerschke Blick-Band“ unter der Leitung von Frank Wenking zu zwei Auftritten am Wochenende.
Die Musikanten hatten am Samstagabend ein Adventskonzert vom Turm der Kirche von Ss. Cosmas und Damian gegeben. „Wir mussten den Beginn des Konzertes ein wenig wegen des Angelusläutens um 18 Uhr verschieben, denn wir spielen unmittelbar neben den Glocken“, informierte Frank Wenking.
Dank der guten Windverhältnisse war die Musik im ganzen Dorf zu hören. Am Sonntag sorgten die Musiker auf dem Weihnachtsmarkt für weihnachtliche Stimmung. Die Zuhörer bewunderten die Leistungen der mittlerweile zur beachtlichen Stärke herangewachsenen Band unter der Leitung von Frank Wenking.
Die beiden Schützenvereine Leer-Dorf und Leer-Ostendorf kümmerten sich gemeinsam um das leibliche Wohl der Gäste und das zu ganz soliden Preisen. Roswitha Potthoff/Telgmann hatte mit ihrem Wildburger wiederum den Geschmack der Gäste getroffen. Schon bald ausverkauft war die Pilzpfanne des Marketingvereines „HorstmarErleben“.
„Alles von den Kindern und den Eltern selbst gemacht“, betonten die Erzieherinnen Maja Hollekamp und Lia Wüller am Verkaufsstand des Kindergartens Grollenburg. Auf den Piepkuchen, hergestellt am offenen Feuer mit Buchenholz, brauchte man auch in diesem Jahr nicht zu verzichten. Es war die Gruppe „Apenhues“, die sich über riesigen Umsatz freute und bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war.
In der Cafeteria, die im Saal des Gasthofes Vissing/Wegmann aufgebaut war, nutzten viele das Angebot des Kirchenchores Ss. Cosmas und Damian, bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Die Damen des Chores hatten den Kuchen selbst gebacken.
Das war das Charmante am Adventsmarkt: kein Kommerz, sondern das Engagement der Leerer Vereine, Stammtische und Gruppen stand im Vordergrund. „Das macht den Leerer Weihnachtsmarkt aus, dass alles ehrenamtlich geschieht und sich neben den Mitgliedern des Schützenvereines Leer Ostendorf, Leer-Dorf und dem Marketingverein ,HorstmarErleben' viele mächtig engagieren“, lautete das Fazit von Marvin Arning, Mitorganisator des Events in Leer.
Heinrich Wenning fügte hinzu: „Es ist alles sehr persönlich, man kennt sich und kommt ins Gespräch. Das Gemeinschaftsgefühl ist unglaublich.“ Die Atmosphäre sei etwas ganz Besonderes, das mache den Weihnachtsmarkt im Dorf so beliebt.
