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"Dönkes & Witze up Platt"

 

Nu küer es ne Mule vull Platt ...

 

***

De Pastor Multhoff de wull äs´n kranken Mann besöken. Äs he in´t

Hues kamm, dao was de Mann jüst daobi, sienen Jungen to

vördiärsken. De Junge schreiede, wat män drin satt.

Dao sagg de Pastor:"Luck sinnig an! Un ick mein auk, de

Doktor här ju krank schriewen." Dao sagg de Mann:"Obber so

lichte Huesarbeit hät he mi doch erlaubt."

Äs he denn Jungen vörkloppt har, sagg he nao to emm:

"Wees du auk wull, waorüm du de Schliäg kriegen häss?"

"Jau", sag de Jung,"weil du stärker büs äs ick".

Un dann jaomelt he nao vüör sick henn un sagg:

"Un dann willt miene Ellern nao´ne Diärskmaschin

kaupen, dann geiht et iärst äs richtig löss. (3.)

 

***

Et was net heet. Jeder sogg sik eenen köhlen Platz oder was in

Duorpdiek an´t baden. De Pastor was dao auk an´t schwemmen. 

He mok ümmers solke seltsamen Armbewegungen, dat saog gar

nicht nao Schwemmen ut. Et was jüst, äs wenn ´nen Rüer in´t

Water was. Alle wassen an´t Lachen un an´t Koppschütten.

De Kaploon was auk daobi. Dao häbbt se denn froggt, ow de Pastor

nich richtig schwemmen könn, he deih doch bloß

so seltsam spuodeln. "Ach", sägg de Kaploon," das ist nur eine

Vorsichtsmaßnahme des Pastors, eine falsche Handbewegung,

und der ganze Teich ist Weihwasser." (1.)

 

***

De Jung de grinnt un grinnt. Junge wat häst du denn:

"Usse Papa, de häw sik met´n Hammer up´n Finger hauen,

un usse Heini de häw dat seihn, un ik nich!" (1.)

 

***

Wat häw miene Frau noch säggt, ik soll um 12Uhr wierkoummen

un 2 Glas Beer drinken, oder häw se Säggt, ik soll üm 2Uhr

wierkoumen un 12 Glas Beer drinken?" (1.)

 

***

Dicht bi Mönster up´n Buernhof dao wuende so´n frümder Kärl,

de kam ut de Giegend von Sachsen un de küeerde so ganz anners

äs de Lüe hier. Eenes Dages kam he von buoben von sienen Stuoben

herunner in de Buernküerk un sägg lük upgeregt:

"Se werns entschuldischen, hobens vielleicht so a Schälschen

mit Wasser für mich?"

Dao sägg de Buer:"Liesbeth, doh öm ´en Kümpken met Water!"

Dat deih se öm dann auk, un de Kärl trock aff. Et duerde gar nicht

lang, dao was de Kärl all wier dao:" Se werns entschuldischen,

hobens vielleicht noch so a Schälschen mit Wasser?"

"Liesbeth", sägg de Buer,"doh öm noch ´en Kümpken met Water!"

Un dat deih se auk wier. De Kärl leip wier nao buoben. Et was

män ´en Augenschlag, dao gong de Dör an´n Flur wier loß un de

verrückte Kärl kam all wier in de Küerk.

"Wat giwt dann nu all wier?" frögg de Buer.

"Se werns entschulischen, hobens vielleicht noch a greßeres

Schälschen, vielleicht so a Kibel mit Wasser für mich?"

"Jau", sägg de Buer,"Liesbeth, nu pump öm män´nen ganzen

Emmer vull Water, dat wi de Kärl wier Quit wärdt!"

Äs he jüst met sienen Emmer vull Water ut de Küerk herut will,

reip de Buer:"Sägg äs, wat döhst du dann met all dem Water bi

di up´n Stuoben?" Dao sägg de Kärl:"Se werns nicht glauben,

bei mir uff de Bude da brennt es!" (1.)

 

***

Dao is´ne graute Jagdgesellschaft west. De miärsten kammen ut

Mönster un wassen Akademikers. Dao wassen auk ´ne Riege Buern bi.

Bi de leßte Driewjagd, dao hadden de Buern, weil de lük ieliger 

iärten konnen äs de annern, boll dat ganze Fleesk weggiärten.

Dat sollde nu nich passeern. Et gaw wull Tellers met Fleesk,

wao jedereen wat von kriegen konn, aower an dat Spanfiäken

sollen de Buern nich drankönnen.

De Jägers ut Mönster hadden sik aower daovör wat utdacht.

Jedereen, well sik von dat Spanfiäken ´en affnieemen wull,

moß dao´n Spruch ut de Bibel bi wieeten, süß droff he sik nix kriegen.

Alle wassen daomet inverstaohn, dat de Buern nu up düsse Art

nich mähr vull daovon metkregen.

Nu gong et los:"Markus hieb dem Knecht das linke Ohr ab."

Een von de mönstersken Jägers kreg all wat.

"Mit einer Lanze öffneten sie ihm die Seite", nu kreg wier een ut

Mönster wat. "Und sie zerschlugen ihm die Gebeine", wier gong

een Stück nao Mönster. "Herodes ließ Johannes das Haupt abschlagen",

een graut Stück gong wier an Mönster, alle

hadden all Spaß, weil noch kien Buer wat metkriegen har.

Dao kam nu de Schult un sagg te de annern Buern:

"Wat dao nu noch is, hüört us to!"

He gong nao dat Schwienken, namm siene linnene Serviette

von´n Kragen aff un sagg:"Dann wickelten sie den Leichnam

in Leinentücher und legten ihn in ein neues Grab", namm

dat ganze Fiäken un gong daomet nao sienen Disk.

De annern Jägers moken wahn lange Gesichter. (1.)

 

***

Eene Moder sagg äs to´ne annere:

"Miene Dochter vörtellt mi alls. Ick bin all ganz  ferrig met de Närven." (3.)

 

***

Dao kamm´ne Düörper Frau nao de Pastor. Se was vüör kuorte

Tiet met iähr Rüerken totrocken. De Pastor frogg iähr,

wat se füör´n Anliegen har.

"Ick wull mien Rüerken beerdigen laoten", sagg se.

"Wat", sagg de Pastor "´nen Rüen? Ick beerdige doch kinne

Rüens, ick bin doch nich unwies wuorden."

"Ja, Häer Pastor" sagg de Frau,"dann gaoh ick met de

fiefhunnert Mark, de ick daofüör gierwen wull,

nao den evangällsken Pastor."

"Augenblicksken", sagg de Pastor,"waorüm häbbt Se mi

nich faots säggt, dat ju Rüer kathollsk wässt is?" (3.)

 

***

Kokenlaums Bäind satt in de Isenbahn un wull nao Mönster.

Bi emm satt nao so´nn ölleren Mann. De beiden unnerhollen

sick up plattdütsk. Dao fraogg so´nne fiene Frau, de auk in 

dat Abteil satt:

"Sagen Sie mal, meine Herren, sprechen Sie plattdeutsch?"

"Jau", sagg Bäind,"wi küert platt."

"Immer?", fraogg de Frau.

"Ne", sagg Bäind,"nich ümmer, dat dao wi bloß, wenn wi us

watt seggen willt".

"Aus Prinzip?", fraogg de Frau dann nao.

"Ne, ne", sagg Bäind,"nich ut Prinzip, wi sind ut Nordwoll." (2.)

 

***

So´nn däftiger Handwiärksmesster was auk irweriger Sänger

in twee Vöreine. Natürlick gonk`t nao de Singestunn´n 

miästens plaseerlick to. So kammt dann auk af un to vüör, dat de

guete Messter aobends iärst laat wier in Hues was.

Äs he maol wier so licht beswippst giegen twee Uhr nao Hues kam,

dao sagg siene Frau:

"Mein Guott, nu kümpst du iäst wier, et is doch all twee Uhr,

un ick heff nao kinn Aug´ anneen hat."

"Ja denkst du ick?", sagg de Mester. (2.)

 

***

Rohlmann´s Buer satt aobends met siene Familig in´n Wuohnstuorm.

Se unnerhollen sich so nett üöwer all´s was so passeert was,

üöwer de Arbeid de´n annern Dag makt waern moß,

üöwer de Naobers un üöwer dat, wat inne Gemein nao wull

makt wäern konn. Slieslick sagg Rohlmann´s Moder:

"Ick wet´t jä nich oft stimmt , obber gistern vörtelle mi Leisings

Anna, dat usse Naober, denn Wöstkamps Franz, früemd

gaohen soll." Dao wuort so´nn Tietken still in´n Stuorm,

un dann sagg Oma:

"Sooo, jäää, wull - he - dat - dann - nich ?" (2.)

 

***

Up ´ne Hochtiet in´t Mönsterland gonk´t lustig to.

De Mannslüde harren´t all bi Tieten schön an´t susen.

Natürlick was de Häer Pastor auk inladen auk rechtietig kuem´m.

He keek sick von sien Plätzken ut dat muntere Völksken genau an.

Et duere gar nich lang, dao frogen de jungen Mannslüde, wuviell

de Mensk egentlick wull drinken droff.

"Nun ja", sagg de Pastor,"drinkt män so viel äs de Oss´ drinkt."

Dat was jä doch rieklick viell, menn´n de jungen Kärls, so viell

äs´n Ossen süpp konn doch kien Mensk up eenmaol drinken.

"Ja", sagg de Pastor,"de Oss´ süpp bloß so lange äs he Duorst heff,

dann kann´s em met guet Küern un auk met Sliäge

nich mähr an´t Supen brängen." (2.)

 

***

Maatmanns Franz, so´nn Büerken ut Meiteln, kam muorns

inne Unnebux in de Küerk.

"Mein Guott Franz", sagg siene Anna,"wat süüs du ut in diene

Unnebux, wu kann´s du bloß so in de Küerk kuem´m ?"

"Wuso", sagg Franz,"häbbt ick dat ächteste Deel dann nao vüörne?"

"Ach watt Franz", sagg Anna,"nich dat Ächterdeel nao vüörne,

nee du häss dat Brune nao buuten." (2.)

 

***

Leismanns Bennätzken gonk met sienen Vader nao de Kiärmis.

Äs se alle Scheeskes un Buden besocht harren, dao koff he füör

sienen Opa `nen schön, graut Kookenhiärt un hongt sick üm

sienen Hals. Dann gonkt nao´n paarmaol üöwer de Kiärmes

un auk äs in´t Scheesken. Up eenmaol sagg Bennätzken:

"Papa, ick mot ganß nairig pissen."

"Ja dann kuem gau an Bennätzken", sagg de Papa,

"wi gaoht hier iä´m ächtern Kiärmeswagen staohen, dao süht

us nigeen." Bennätzken har daobi obber nicht uppaßt, em was dat

Water an´t schöne Kookenhiärt laupen, wat he ümhanger har.

"Jung, Jung, nu häss obber wat makt", sagg de Vader, äs he

dat saog, "du soss doch uppaßt hem´m, dat schöne Hiärt is

doch füör Opa." - "Och Papa", sagg Bennätzken,"dat is

doch nich so slimm, usse Opa de mot denn 

Kooken jä doch instippen." (2.) 

 

***

Änne weckte nachts öhren Mann.

"Bärnd, staoh up, ik glaiw, et geiht los met mi."

"Ach wat", sägg Bärnd,"schlaop män wieder, ik häfft genau

in´n Kalender staohn, erst de Katt, dann de Koh un dann du." (1.)

 

***

De Öhm häw´en nie Gebitt krieegen, he wädd dao gar nich met ferrig.

Meddags, bie´t Iärten gaw´t Suermoß. Dat wickelde sik all üm dat

Gebitt. He kann den Mund gar nich mähr ümdreihen. Dao is he

dat leed, nimmp dat Gebitt metsamt Suermoß ut Muul, schmitt

dat in de Küörk in´n Eck un sägg:

"So, nu friätt alleen wieder!" (1.)

 

***

"Mama, wat is egentlik de Liebe?"

"De Liebe, hmm, wu sall ik dat säggen,

 - dat is dat Licht von´t Liäben!"

"Jaaa?- Un wat is dann de Ehe?"

"Dat is dann de Stromriäknunk!" (1.)

 

***

"Papa, warum häst du kine Haor up´n Kopp?"

"Jung, Jung ik mott vull naohdenken, un dann geiht de

Hut up´n Kopp ümmer hen und her, un de Haor häbbt

gar kine Tiet to´t wassen."

"Aoch so, nu wet ik auk, waorüm usse Moder

kienen Schnurrbaort häw." (1.)

 

***

De Fraulüe häbbt Versammlung und äs soll beküert

werden, wao de naigste Wallfahrt hengaohn sall.

Dao meinden enige Fraulüe, nao Telgt, Billerbierk

un Eggerode wassen se nu all wull west, se wullen

doch auk äs eenmaol waoanners henföern.

Dao sägg de Pastor, se söllen äs ´en Vörschlag maken.

Dao sagg so´n aollet Möderken:

"Leßte Tied dao hört man so vull von dat Kamener

Krüß, auk an´t Radio küert se dao oft von." (1.)

 

***

De kleinen Heini süht, wo siene Moder dat kleine Bröerken

an de Buorst anleggt. He steiht davör un bekick sik dat ganz

genau. Nao ´ne kuorte Tied hält he ganz deip Luft un sägg:

"Mama, wenn usse Fränzken den Knuw up häw,

dann sall he wull satt sien." (1.)

 

***

Up´n Bahnsteig an´n Zug will de Schaffner de Döer von´n

Abteil toschaon, aower de Döer gong ümmer wier loß.

Nu satt in düt Abteil ´nen Buer und de gnäst und lacht.

Up en moal sagg he:

"Hör äs, solang ik mienen Dummen daotüsken holl,

kriggst du de Döer nich to !" (1.)

 

***

In dat Duorp is´n nieen Pastor kuommen un mög nu siene Visiten

in de Hüse. Bi düsse Geliägenheit kamm he auk bi Pröbstings Oma.

De was all wiet öewer de Niägenßig wägg un ümmer noch

kriägel äs wat.

"Das müssen Sie mir mal erklären",frögg de Pastor,"wie man

bei guter Gesundheit so alt werden kann".

"Dat will ick Ju wuohl vetellen", sägg Pröbstings Oma.

"Ich häw ümmer guet iäten und drinken doan,

alle Dage miene Arbeit doan, jeden Aobend ´n Veerdelstund in

de Bibel läert un auk süss ´n gottgefälliget Liäben föhrt".

"Und sicher jeden Sonntag die Kirche besucht ?"frögg de Pastor.

"Nee", sägg Pröbstings Oma, "doar goah ick nich hen!"

"Aber warum denn nicht, wie soll ich das denn verstehen?"

will de Pastor nu wiäten.

"Ick sin so bange, dat de Häergott mi doa süht!"

"Und warum soll der Sie nicht sehen?"

"Ja," sägg Oma "he häw mi nu vegiärten, oawer wenn ick doar

hengaoh, denn konn ick em wier infallen!"

 

***

n Mönsterländer steiht in ´n Fahrstohl un will naoh boaben.

Dor kümmp noch ´n Bayer debi un sägg "Grüß Gott!"

"Düött mi leed", sägg den Mönsterländer,"oawer so wiet noah

boaben wull ick nu auk wier nich!"

 

***

De Buernöhm was dör ´ne Iärwschapp to Geld koumen. He häw dann

noch hieraodt. Seß Wiärk läter gong he nao de Pastor un wull een

Stammhalter anmelden. De Pastor sagg, dat göng aowe nich met

rechten Dingen to. Dat soll he sik doch nochmoal üöwerleggen.

"Dat bruk ik mi nich üöwerleggen, dat is mienen Jungen.

Ik meldt de nu an."

De Pastor schütt´t mett´n Kopp un wet nich, wat he daoto säggen sall.

Dao sägg de Öhm: "Pastor, dat will ik ju säggen, wenn ik nao´n

Vehmarkt gaoh un mi ´ne Koh kaup un de krigg kuortdrup een

Kalw, well hört dat Kalw to, doch mi?" (1.) 

 

***

Quellennachweis:

 

1. Die mit (1.) gekennzeichneten Witze und

Dönkes entstammen so oder in etwa dem Buch

"Nu küer du, mi trönt de Augen"

von Reinhold Holtstiege

 

2. Die mit (2.) gekennzeichneten Witze und

Dönkes entstammen so oder in etwa dem Buch

"Usse Bennätzken""

von Bernard Walbaum

 

3. Die mit (3.) gekennzeichneten Witze und

Dönkes entstammen so oder in etwa dem Buch

"Mien Tresken""

von Bernard Walbaum