Liederabend des Mühlen- und Heimatvereins

Der Mühen- und Heimatverein feiert ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren lädt er in den Wintermonaten alle vierzehn Tage zu Doppelkopf-Spielen in den Gewölbekeller der Grollenburg ein.
Der damalige Vorsitzende der Mühlenfreunde Franz Ahmann hatte die Idee dazu. Seine Frau Ulla weiß noch, dass seinerzeit die Akustik im Keller nicht besonders gut war. Sie besorgte Gardinen, hängte sie vor die Fenster und verlegte gegen den Schall einen Fußboden-Teppich.
In geselliger Runde trafen sich jetzt wieder die Doppelkopf-Freunde zu einem Spieleabend. Der alte Gewölbekeller mit seinen dicken Mauern und der besonderen Akustik bot wiederum den passenden Rahmen für den Abend. Bei gedämpftem Licht und einem Getränk in der Hand, für das Willi Helling sorgte, entwickelte sich schnell eine entspannte und zugleich konzentrierte Stimmung. Routiniert wurden Stiche gemacht, gereizt und diskutiert – immer begleitet von humorvollen Kommentaren und dem ein oder anderen Lachen. Abseits von Wettkampf und Turnierbetrieb stand dabei nicht der Sieg, sondern die Freude am Spiel und das Miteinander im Vordergrund. „Arm oder reich kann dabei keiner werden“ berichtet Josef Denkler, man spiele um fünf Cent je Stich. „Hier unten spielt man ganz anders als am Wohnzimmertisch“, war aus der Runde zu hören. Zwischen den Partien blieb genügend Zeit für Gespräche und Erinnerungen, sodass der Abend nicht nur vom Kartenspiel, sondern auch von Gemeinschaft geprägt war.
Am Ende waren sich alle einig: Doppelkopf im Gewölbekeller der Grollenburg ist mehr als nur ein Spiel, es ist ein Erlebnis. Man freut sich schon auf den nächsten Termin in vierzehn Tagen.
