Entenrennen in Leer

Ganz Leer und auch Besucher aus den Nachbarorten waren an Christi Himmelfahrt beim elften Entenrennen des Schützenvereines Leer-Dorf am Leerbach auf den Beinen.
Beim Auflaß an Schmeddings Mühle zählt man mehr als 300 Zaungäste, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Sogar der Himmel hatte bei so viel Interesse eine Einsicht und legte eine Regenpause ein. „Wir sind mit 1.500 bereitgestellten Enten ausverkauft“ freute sich Kassierer Benjamin Schiller. Das kam allerdings nicht von ungefähr, denn bereits im Vorverkauf hatte man beim Haus zu Haus Besuch 1.300 Plastiktierchen abgesetzt.
Josef und Annette Deitermann hatten wie in den Jahren zuvor für den Start ihr Anwesen an Schmeddings Mühle zur Verfügung gestellt und erhielten dafür vom Veranstalter, dem Schützenverein Leer-Dorf, ein Präsent. Gestärkt durch Kaffee und Kuchen, serviert von den Damen der Dörfer Schützen, warteten alle auf den Start an Schmeddings Mühle. Der erfolgte pünktlich durch den Vorsitzenden Jens Kestermann, den zweiten Vorsitzenden Michel Effenberger und die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking.
Es war ein Massenstart, als Kai Gerdes die Schaufel des Teleskopladers senkte und die gelben Quietsche Entchen im Leerbach landeten. Manche Ente strandete schon kurz nach dem Start, sei es, das sie in das falsche Fahrwasser gelangt war oder durch Mitkonkurrentinnen in die Böschung gedrängt wurde. Einige wollten überhaupt nicht am Rennen teilnehmen und versteckten sich unter dem Mühlrad. Während des Rennens begleiteten Hennes May, Lutz May, Tom Geisler und Marten Höing das Rennen mit hohen Gummistiefeln im eiskalten Wasser und halfen den gestrandeten Enten weiter.“ Das war auch notwendig, denn der Wind der vergangenen Tage hatte Bäume und Sträucher am Ufer umgeweht“ berichtet Lutz May.
Dann begann am Ziel bei der Seilerei Hölscher das Warten auf den Einlauf. Während man beim vorherigen Entenrennen vor zwei Jahren eine Stunde und 24 Minuten auf die erste Ente am Zieleinlauf warten musste und diese Zeit als sensationell bezeichnete, waren es diesem Jahr, bedingt durch die Fließgeschwindigkeit des Gewässers nach dem Regen der letzten Tage, nur 45 Minuten. Die Siegerente gehörte Christoph Arning, der dafür einen Reisegutschein in Höhe von 400 € erhielt. Die letzte eintrudelnde Ente gehörte Irmgard Hinkers. Nur 50 Minuten nach dem Start waren die Enten am Zieleinlauf. Für Sieger und Besiegte gab es wertvolle Preise aus der gut bestückten Tombola. Insgesamt fünfzig Teilnehmer der besten auf der Siegerliste erhielten Preise im Gesamtwert von rd. 2.400 Euro. Rechtsanwalt Klaus Rüße hatte die ordnungsgemäße Abwicklung überwacht.
Bei der abschließenden After Race Party auf dem Hofe der Besitzung Hölscher wurde lange über die richtige Renntaktik gefachsimpelt. Vorsitzender Jens Kestermann konnte sich wie in den vergangenen Jahren bei den umfangreichen Vorbereitungen und bei der Durchführung des Events auf seine Mitglieder verlassen. Sein Dank galt auch den zahlreichen Sponsoren. Dazu auch die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking: „Das Dorf hat wieder einmal Gemeinschaftssinn bewiesen. Erfreulich ist das große, unbezahlbare Engagement der Ehrenamtlichen, das gerade im Ortsteil Leer ganz groß geschrieben wird.“





